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WMS Racing Team erfolgreich beim Regentanz in Liedolsheim!
Am 28./29.08.2010 fanden auf der Kartbahn Liedolsheim (www.kartbahn-liedolsheim.de)
die Läufe 11 und 12 zur IDSM (Internationale Deutsche Scooter Meisterschaft) im Rahmen der EST (European Scooter Trophy) statt.
Obwohl es nur 100km Entfernung vom WMS Hauptquartier in Bornheim bis zur Kartbahn in Liedolsheim sind, waren alle Beteiligten an diesem Wochenende das erste Mal auf dieser Strecke unterwegs und positiv überrascht. Alle Fahrer kamen von Anbeginn sehr gut mit der neuen Strecke zurecht und schon beim freien Training zeigte sich dies mit ordentlichen Rundenzeiten. Allen voran Oliver Knecht, der im noch trockenen freien Training am Samstag Vormittag mit seinem Polini Zip SP (70ccm Big Evolution) die bis dahin schnellste Runde aller Klassen auf den Asphalt zauberte.
An Dramatik kaum zu überbieten setzte pünktlich zum ersten Zeittraining leichter Regen ein. Das Team von WMS ahnte dies und stand pünktlich am Vorstart um so schnell wie möglich auf der teilweise noch trockenen Strecke zumindest 1-2 schnelle Runden drehen zu können. Schließlich war nicht sicher ob das zweite Zeittraining unter günstigeren Bedingungen stattfinden wird.
Der Plan ging auf, denn auch im zweiten Zeittraining waren die Bedingungen nicht besser und so konnten sich die WMS Piloten vordere Plätze in der Startaufstellung sichern während einige Favoriten am Rennsonntag von ganz hinten starten mussten.
Der Sonntag Morgen begann wettertechnisch zwar windig und kühl, dafür aber trocken. Bis zum ersten Rennen der Klasse 3 (10 Zoll, 70ccm), in der alle 4 Piloten des WMS Racing Team mit ihren Polini Zip SP an diesem Wochenende wieder starteten, sollte dieses Wetter auch halten. So gingen alle auf Trockenreifen an den Start zu Lauf 1 an diesem Rennwochenende.
Durch das turbulente Zeittraining am Vortag war klar dass es zum Start und während der ersten Rennrunden heiß her gehen wird, da viele Top Fahrer von ganz hinten starten mussten. So kam es dann auch gleich am Start zu einem Rennunfall bei dem sich Jarno Müller vom Team Racing Planet leider unglücklich verletzte und an diesem Tag nicht mehr fahren konnte. Das Rennen wurde abgebrochen und neu gestartet.
Während Oliver Knecht und Lukas Frey einen relativ guten Start erwischten, konnte Alexander Wahner seine am Vortag glücklich eingefahrene Startposition 8 nicht verteidigen. Er hing im Sandwich mit Michael Bozenhardt und Denis Chadrysiak. Gerade als er sich Michael Bozenhardt zurecht gelegt hatte und das Überholmanöver durchzog wurde die gelbe Flagge geschwenk - Überholverbot! Da ein Abbruch des Überholvorgangs riskant war blieb er dabei und zog noch vor der nächsten Kurve an Michael vorbei. Ihm war klar dass dies nicht fair und regelkonform war, so suchte er die nächste Gelegenheit um Michael wieder passieren zu lassen. Leider klappte dies nicht optimal, denn auch Denis Chadrysiak nutzte die Chance und zog noch knapp mit an Alexander Wahner vorbei. Dieser konnte nicht mehr kontern und so wurde aus einem voraussichtlichen Rang 10 am Ende doch nur Rang 12.
Lukas Frey beendete das Rennen auf Rang 9 und Oliver Knecht gelang nach einer langen Durststrecke endlich wieder der ersehnte Platz auf dem Treppchen mit Rang 3 hinter Max Kretschmer und Polini Markenkollege Szymon Rajczak (Team Mieloch).
Am späten Nachmittag stand Lauf 2 als letztes Rennen des Tages auf dem Plan. Das Wetter war bereits deutlich schlechter und die Regenreifen lagen schon bereit. Pünktlich zu Lauf 2 öffnete der Himmel dann alle Schleusen und die Strecke stand binnen einer Minute praktisch unter Wasser - WET RACE!
Das WMS Racing Team nahm es locker, denn irgenwie war es dieses Wetter was sich vor allem Oliver Knecht und Lukas Frey wünschten. Sie fühlen sich im nassen Element wohl und rechneten sich sehr gute Chancen für ein Regenrennen aus. Alexander Wahner war sich noch nicht so klar ob dies nun gut oder schlecht sein sollte. Keiner wusste wie sich diese neue Strecke bei Regen fahren läßt...
Der Start verlief diesmal nicht so turbulent und alle erreichten die erste Kurve unbeschadet. Oliver Knecht war in seinem Element. Er zog an die Spitze des Feldes und konnte seinen Vorsprung bis zum Ende des Rennens ungefährdet immer weiter ausbauen. Nach den beiden Auftaktsiegen am Jahresanfang in Templin gelang ihm nun der perfekte Abschluß des Rennwochenendes mit einem Sieg in Lauf 2!
Lukas Frey hatte nicht so viel Glück. Insgesamt zwei Stürze während des Rennens warfen ihn weit zurück und er landete am Ende nur auf Rang 10.
Die Überraschung schlechthin gelang jedoch Alexander Wahner. Der mit 37 Jahren schon "alte Mann" in der Klasse 3 kam mit der Strecke unter diesen widrigen Bedingungen bestens zurecht. Schon in den Einführungsrunden merkte er dass das übrige Feld offensichtlich deutlich mehr Respekt vor der nassen Fahrbahn hatte. In der ersten Runde konnte er gleich einige Plätze gut machen und folgte der Spitzengruppe in kurzem Abstand. Es lief gut, doch dann kam unvermittelt ein Sturz. Der Ausritt ins Grüne glich mehr einem Sturz in einen Tümpel, doch glücklicherweise lief der Motor noch und Alex konnte die Fahrt sofort wieder aufnehmen.
Natürlich verlor er sofort einige Plätze, doch schon nach wenigen Runden hatte er seine alte Position wieder inne. Es lief perfekt, doch dann wieder ein Schock. Im engen Kurvengeschlägel vor Start-Ziel nahm der Motor kein Gas mehr an. Alex befürchtete das vorzeitige Aus in seinem bisher besten Rennen der Saison. Glücklicherweise hielten die Aussetzer nur kurz an. Vermutlich hatte der Vergaser einen großen Schluck Wasser angesaugt, der auf der langen Start-Ziel-Geraden bei Vollgas aber gut verdaut wurde.
In den letzten Rennrunden forcierte Alex dann nochmals das Tempo um sich den herannahenden Marc Obrecht vom Leib zu halten. Als die schwarz-weiße Flagge dann geschwenk wurde war es perfekt. Niemand hatte ihn auf seiner Liste, doch Alexander Wahner fuhr hinter Teamkollege Oliver Knecht und Max Kretschmer als Dritter über den Zielstrich und hatte die gesetzten Favoriten im direkten Kampf hinter sich gelassen!
Gepusht durch diese Erfolge hofft das WMS Racing Team nun auf ähnlich spannende Rennen bei den beiden letzten Rennterminen am Sachsenring und dem Saisonfinale auf dem Harzring.
Unterstützt wird das WMS Racing Team in dieser Saison von folgenden Partnern:

Eingetragen am: Montag, 30. August 2010 Besuche: 4863
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